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Das sind „nur“ Regelschmerzen – wie viele Frauen bis zu 25 Jahre auf eine Diagnose warten und was das mit Ihnen macht.

Viele Frauen mit Endometriose kennen nicht nur den körperlichen Schmerz der Erkrankung – sondern auch eine andere, oft weniger sichtbare Belastung: das Gefühl, mit ihren Beschwerden nicht ernst genommen zu werden.

Endometriose und die psychische Belastung, nicht ernst genommen zu werden

Starke Regelschmerzen, chronische Unterbauchschmerzen, Erschöpfung oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr gehören für viele Betroffene zum Alltag. Dennoch hören Frauen mit Endometriose immer wieder Sätze wie:
„Das ist doch nur Regelschmerz.“
„Das haben viele Frauen.“
„Vielleicht bist du einfach besonders empfindlich.“

Solche Aussagen können sehr verletzend sein. Denn sie stellen nicht nur die Symptome in Frage – sondern oft auch die eigene Wahrnehmung.

Viele Betroffene berichten, dass sie jahrelang nach Antworten gesucht haben, von Arzttermin zu Arzttermin gegangen sind und sich immer wieder erklären mussten. Diese Erfahrung kann dazu führen, dass Frauen beginnen, an sich selbst zu zweifeln:
Übertreibe ich vielleicht?
Ist das wirklich so schlimm?
Warum scheint mich niemand wirklich zu verstehen?

Diese Zweifel können eine enorme psychische Belastung darstellen. Neben den körperlichen Schmerzen entstehen Gefühle von Hilflosigkeit, Frustration, Wut oder auch tiefer Erschöpfung. Manche Frauen ziehen sich zurück, sprechen weniger über ihre Beschwerden oder versuchen, einfach „durchzuhalten“.

Doch die Belastung ist real – sowohl körperlich als auch psychisch.

Gerade chronische Erkrankungen wie Endometriose betreffen oft viele Lebensbereiche: Partnerschaft, Sexualität, Arbeitsalltag, Selbstbild und Lebensplanung. Wenn zusätzlich das Gefühl entsteht, nicht ernst genommen zu werden, kann dies das Vertrauen in das eigene Empfinden stark erschüttern.

In der psychosozialen Begleitung geht es deshalb häufig zunächst darum, genau diesen Erfahrungen Raum zu geben. Gehört zu werden. Die eigenen Gefühle aussprechen zu dürfen, ohne sie rechtfertigen zu müssen.

Manchmal kann es entlastend sein, die eigene Geschichte zu erzählen, die vielen Erfahrungen einzuordnen und wieder mehr Vertrauen in die eigene Wahrnehmung zu entwickeln. Denn Schmerzen und Belastungen, die lange übersehen wurden, brauchen Zeit und Verständnis – auch für sich selbst.

Endometriose ist nicht nur eine körperliche Erkrankung. Sie kann auch emotional und psychisch sehr fordernd sein. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene ernst genommen werden – von ihrem Umfeld, von Fachpersonen und vor allem auch von sich selbst.

Wenn Sie mit Endometriose leben und das Gefühl haben, mit Ihren Schmerzen oder Ihrer Erschöpfung oft nicht ernst genommen zu werden, kann es entlastend sein, darüber sprechen zu können.

Wenn du dir Unterstützung zu diesem Thema wünschst, kannst du mich gerne für ein unverbindliches Erstgespräch kontaktieren.

Alles Liebe,
Giulia

Giulia

Ich bin Giulia – Sozialpädagogin, Sexualpädagogin und Systemische Lebens- und Sozialberaterin sowie Sozialarbeiterin in Ausbildung. Ich arbeite systemisch, personzentriert, ressourcenorientiert und traumasensibel. Dabei verbinde ich Feinfühligkeit mit einem klaren Fokus und begleite Menschen dabei, neue Perspektiven zu entdecken und mutig neue Wege zu gehen. In meiner Freizeit bin ich gerne in der Natur oder mit Tieren unterwegs. Ich bin selbst bin neugierig und immer offen dafür, neues zu lernen oder neue Projekte zu entwickeln. In den Wintermonaten findest du mich allerdings in einem entspannten Modus, bei einem guten Kaffee und Makronen :) Du möchtest etwas verändern und bist bereit, neue Wege zu gehen? Dann bist du bei mir richtig.

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